well

Well-Brüder aus'm Biermoos - entfällt

Vom bayerischen Paradies

Vorstellungsausfall

Aus is mit'm bayerischen Paradies …

„Trotz oder gerade wegen Corona darf unser kulturelles Leben nicht vor die Hunde gehen“, war unsere Devise, deshalb haben wir bis zuletzt darum gekämpft und daran geglaubt, diesen Abend durchführen zu können – ungeachtet seiner Unwirtschaftlichkeit ob der eingeschränkten Platzzahl.
Kunst, Kultur, Theater scheint aber die Regierenden nicht zu interessieren – auch nicht die Tatsache, daß bis heute kein Fall einer Corona-Infektion bekannt ist, der sich auf einen Theater- oder Konzertbesuch zurückzuführen ließe.
Heißt: Die Vorstellungen mit den Well-Brüdern am 7. November 2020 um 17 Uhr und 20 Uhr mit dem schönen Titel „Vom bayerischen Paradies“ dürfen nicht stattfinden, den Künstlern sowie den Mitarbeitern vor und hinter der Bühne wird erneut ein Berufausübungsverbot auferlegt.

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Karl, Michael, Stofferl: Sie sind die Nummern 12, 13 und 14 der Großfamilie Well und nehmen in bewährter Biermösl-Tradition das politische Geschehen Bayerns und im Rest der Welt aufs Korn. Unter Zuhilfenahme unzähliger Instrumente wird g’jodelt, g’stanzelt und ’schuahplattelt, daß es eine wahre Freud’ ist.
Die Bühne: Wie eh und je randvoll mit Instrumenten, mit Harfe, Tuba, Kontrabaß und dem „Gigaliner der Hausmusik“, dem Alphorn, denn ohne Musik wäre bei den Wells alles nichts. Dazu drei Stühle, drei Mikrophone, das reicht.
Stofferl (alle Instrumente), Michael (alle Instrumente) und Karl Well (alle Instrumente) greifen lokalpolitische Themen auf, indem sie uns ihren Herkunftsort Hausen nahebringen („liegt im Dreieck zwischen Genf und Prag“), sie stellen uns dessen neueste Errungenschaft vor – den Kreisverkehr. Weil der aber so eng gebaut worden ist, daß die Feuerwehr mit ihrem „Tragkraftspritzenfahrzeug“ die Kurve nicht kriegt, muß sie jetzt „immer gradaus drüber brettern“.
Dann wieder hüpft Stofferl in einer brillanten Rap-Parodie als „Mr. Forty Cent“ über die Bühne, um für einen fairen Milchpreis zu kämpfen.
So bläst das Trio denen „da oben“ gehörig den Marsch, ohne die „da unten“ zu verschonen.
Die Well-Brüder aus’m Biermoos stehen für hochintelligentes Kabarett, auch nach Jahrzehnten noch ewig jung. Spielend schaffen sie den Spagat zwischen deftiger Unterhaltung und anspruchsvoller Zeitkritik.
So, wie es bei ihnen schon immer war.